Zur Geschichte der Hammermühle

Die Mühle am Otterbach gehörte im Mittelalter zum Amtshof in Sulzbach.
Urkundlich erwähnt wird sie erstmals 1388, Im ausgehenden 14. Jahrhundert ist bereits von einer Hammer- und einer Holzmühle die Rede. In späteren Zeiten diente die Hammermühle der Metallbearbeitung einer Schmiede. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Otterbach dann zum Betrieb einer Getreidemühle genutzt.
1811 / 1812 bestand der Weiler aus einem Anwesen (Mühle mit einem Haus und einer "Brandstatt" / abgebrannte Mühle).

Mit Beginn des 20. Jahrhunderts war die Landwirtschaft mit einer kleinen Gaststätte die Haupterwerbsquelle der Pächter.

Bereits 1926 fand dann in der Hammermühle die Barbarafeier der Sulzbacher Bergleute statt.
Angela und Albert Schmid übernahmen die Hammermühle am 01. April 1938. Seither wird der Betrieb als Familienunternehmen in der dritten Generation geführt.

1956 wurde die alte Hammermühle grundlegend renoviert. Eine regionale Tageszeitung schrieb:
Gaststätte Hammermühle - eine Perle am Otterbach
Am Eingang des malerischen Otterbachtales liegt zwischen Sulzbach/Donau und Unterlichtenwald die Hammemühle. Vor etlichen Jahrzehnten hat die Fürstl. Rentkammer Thurn und Taxis dieses Haus erworben und eine Gaststätte eingerichtet. Sommer wie Winter kamen die Ausflügler zu dem Gasthof, um hier so recht die Natur zu genießen. In den letzten Jahren hat es sich jedoch gezeigt, daß die Gaststätte den Anforderungen unserer Zeit nicht mehr entspricht, zumal das Haus auch baufällig geworden war.

In großzügiger Weise hatte sich die Fürstl. Rentkammer entschlossen, gleich einen grundlegenden Umbau vorzunehmen, das Haus wesentlich zu vergrößern und den modernen Erfordernissen anzupassen. Der ganze Gebäudekomplex außer dem Saal wurde abgebrochen und größer und schöner erstellt. In einer Rekordbauzeit - von Mitte August bis Anfang November - konnten die Arbeiten bewältigt werden. Die Gaststätte erhielt in den letzten Wochen auch einen ansprechenden Anstrich. Es sind etliche Stimmen laut geworden, die diesen roten Anstrich nicht gutheißen. Dazu sei gesagt, daß sich das Hellrot im Hinblick auf das viele Grün der Landschaft nur zu gut anpaßt bzw. etwas Leben in diese Ecke bringt.
Die Firmen haben bei diesem Bau wieder gute Arbeit geleistet, und damit ein Zeugnis ihres Könnens gegeben. So erstand ein dem bäuerlichen Stil angepaßtes Gastzimmer mit einer Holzdecke, einem Hartgummiboden, kunstgeschmiedeten Leuchtern usw. Ein Kleinod bildet der Schenkraum mit dem Kühlbüfett und der anschließenden Kühlanlage, die vom Freien beschickt werden kann. Das nett ausgestaltete Nebenzimmer ist für kleinere Gesellschaften gedacht; durch Herausnahme eines großen Zwischenfensters im Nebenzimmer kann der Gastraum im Bedarfsfall vergrößert werden. Neben der Küche befindet sich ein zusätzlicher kleiner Raum, der als Frühstückszimmer für die Feriengäste gedacht ist. Die besonderen Kostbarkeiten des neuen Gasthauses sind aber die Fremdenzimmer, die alle über fließendes Kalt- und Warmwasser verfügen.
Geplant ist noch der Bau eines Schwimmbades unmittelbar neben der Hammermühle am Otterbach und die Anlegung eines großen Gartens. Dadurch, will man den Ausflugsgästen, für die die Fürstliche Rentkammer das Haus vor allem erstellt hat, noch mehr Freuden schaffen. Für eine gute Küche und die Pflege der Gaststätte sorgen als Pächter die Eheleute Albert und Angela Schmid, die bereits seit 1938 den Gastwirtschaftsbetrieb Hammermühle innehaben. Zu den Leckerbissen der Küche - Geräuchertes und Rahmschnitzel - kommt noch der gute Tropfen aus der Fürstlichen Brauerei Thurn und Taxis. Die Eröffnung des neuen Gasthauses, das eine Perle am Otterbach bildet, erfolgt am morgigen Sonntag.
1968 feuerte unsere Oma Angela Schmid ihr 30jähriges Jubiläum als Wirtin.
Hierzu ein Bericht der damaligen Lokalzeitung:
09. April 1968: Seit 30 Jahren Wirtin von der Hammermühle
Alle Vorzüge altbayerischer Gastlichkeit / Wanderer schätzen Spezialitäten
bm. Die Wirtin der bekannten Ausflugsgaststätte „Hammermühle", Frau Angela Schmid, schaltet und waltet nun schon seit 30 Jahren zum Wohle ihrer Gäste in Küche, Keller und in den holzgetäfelten Gasträumen am wildschäumenden Otterbach, kurz vor den Toren des Fürstlichen Thiergartens bei Sulzbach. Im April 1938 übernahm sie mit ihrem vor zwei Jahren verstorbenen Ehemann die Bewirtschaftung des gastronomischen Betriebes.
Die Wirtin von der Hammermühle, oder auch „Hammermühlnerin", wie sie die Dorfbewohner nennen, verkörpert schon in ihrer äußeren Erscheinung alle Vorzüge altbayerischer Gastlichkeit. Ihre besonderen Fähigkeiten liegen dabei hauptsächlich auf der Zubereitung lukullischer Genüsse bodenständiger Provenienz. Der Wildsaubraten, das Rehragout, das Schweinerne und der Sauerbraten sind besondere Köstlichkeiten ihrer Küche. Für viele „Stodterer" ist die Hammermühle wie eine Oase, wo man nach langer Wanderung genüßlich Einkehr hält. Auch der Fürstlichen Jägerei und den Waldarbeitern bietet die Hammermühlnerin erholsamen Einstand.
Die Hammermühlnerin hat inzwischen schon ihre 67 Jahre auf dem Buckel. Obwohl sie den Pachtvertrag vor einiger Zeit auf ihren Sohn übertragen ließ, denkt sie noch lange nicht an den Austrag. An ihrem Tagesablauf hat sich auch nichts geändert. Sie ist weiterhin die Seele des gastronomisch Betriebes, in dessen Mauern man sich bei der mütterlichen Wirtin geborgen fühlt.
2000: Wir eröffnen unser Hotel, das die alten Fremdenzimmer ersetzt
Im Jahr 2000 haben wir die ersten Zimmer unseres neu erbauten Hotels in Betrieb genommen und seit der Zeit ständig den neuen Erfordernissen angepaßt.